Kein Ort für Nazis! – Neuköllner Aktionswoche gegen Nazigewalt und Rassismus – 18.03. bis 25.03.2017

21.03. | 17.00 Uhr | Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Rassismus | U-Bhf. Rudow | Aufruf (mehr Infos demnächst unter buendnisneukoelln.de)

21.03. | 19.00 Uhr | Info-Veranstaltung zu Neonazistrukturen in Neukölln und Berlin Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee (Wutzkyallee 88/98, nah U-Bhf. Wutzkyallee).
Seit einigen Monaten hält eine rechte Anschlagsserie vor allem Südneukölln in Atem. Scheiben wurden eingeworfen, Autos werdenangezündet, Wohnhäuser beschmiert, Menschen bedroht. Alle Betroffene eint, dass sie sich in unterschiedlichen politischen Zusammenhängen für Flüchtlinge und gegen Neonazis und Rechtspopulismus einsetzen. Wer steckt dahinter? Was zeichnet die heutigen Neonazis aus? Wie können wir uns schützen? Wie sollten wir reagieren? All das wollen wir mit Anwohner*innen in Südneukölln diskutieren. Mit dem antifaschistischem pressearchiv und bildungszentrum berlin (apabiz e.V.) und Bündnis Neukölln.

21.03. | 18:00 Uhr | Veranstaltung der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş in Kooperation mit dem TBB (Türkischer Bund Berlin-Brandenburg) zum internationalen Tag gegen Rassismus (mehr Infos unter burak.blogsport.de) | Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstr. 21, 10179 Berlin

22.03. | 19.30 Uhr | Veranstaltung: NSU Monologe und Tribunal – NSU Komplex auflösen | Anton-Schmaus-Haus (Gutschmidtstraße 37, nahe U-Bhf. Britz-Süd)
Fünf Jahre nach Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erzählt das Theaterstück NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU. In der Veranstaltung wird ein Monolog als kurzer Auszug aus dem Gesamtprogramm gezeigt. Dazu spricht ein Mitglied des „Tribunal NSU Komplex auflösen“. Es entstand aus Initiativen und Einzelpersonen, die mit den Betroffenen der NSU-Mord- und Anschlagserie solidarisch verbunden sind. Das Tribunal als Ort der gesellschaftlichen Anklage wird vom 17.-21. Mai 2017 in Köln stattfinden.
„Wir laden alle ein, die sich der Anklage gegen Rassismus anschließen möchten, ihre Geschichte mit uns zu teilen, eine Gegenerzählung zu entwerfen und uns noch stärker zu vernetzen. Unser Ziel ist es, die rassistische Spaltung dieser Gesellschaft zu überwinden und gemeinsam für ein gutes Leben einzustehen. Sei ein Teil dieser Klage.“ (Mehr dazu: nsu-tribunal.de)

23.03. | 19.00 Uhr | Veranstaltung: Die Identitäre Bewegung – alte Bekannte in neuem Design? | Trude, Ruth und Goldammer (Flughafenstr. 38, nahe U-Bhf. Boddinstr.)
Seit mehreren Monaten ist die Identitäre Bewegung auch in Deutschland und insbesondere auch in Berlin aktiv. Wer ist dieser neue Akteur am rechten Rand? Im Vortrag wird es um die Geschichte und Gegenwart sowie die Einbettung der Identitären Bewegung in den Kontext der Neuen Rechten gehen.

24.03. | 19 Uhr | Diskussionsveranstaltung: Autobrände, Alternative Facts, Antifeminismus. Herausforderungen der antifaschistischen Bewegung heute | K-Fetisch (Wildenbruchstraße 86, nahe U-Bhf. Rathaus Neukölln)

Niemand zweifelt mehr, dass wir eine autoritäre Wende erleben. Ob in Form von Bewegungen, Staatsoberhäuptern, faschistoiden social-media-Trollen oder brandschatzenden Nazigruppen – die Lage eskaliert, die Realität macht Antifaschismus für uns zum Gebot der Stunde. Aber haben wir die richtigen Rezepte, um auf eine rechte Formierung zu reagieren, die gesellschaftsfähig geworden sind? Tatsächlich wurde in den letzten Monaten z.B. in der „analyse & kritik“ viel Selbstkritisches zur antifaschistischen Bewegung geschrieben. Aber was davon bleibt in der politischen Praxis hängen? Wir wollen daran anknüpfen und in der Veranstaltung ausloten, in welcher politischen Situation wir uns befinden, welche Themen die autoritäre Wende kennzeichnen (z.B. Antifeminismus) und was linksradikaler Antifaschismus heute bedeuten kann. Eine Veranstaltung von TOP Berlin

24.03. | 20.00 Uhr | Veranstaltung: Die AfD in Neukölln – Wegbereiter rechter und rassistischer Gewalt? | Laika (Emser Straße 131, nahe S/U-Bhf. Neukölln)

Während die „Alternative für Deutschland“ seit den BVV-Wahlen als Partei der Biedermänner und Brandstifter im Neuköllner Rathaus sitzt und Hass, Entsolidarisierung und Ressentiments schürt, eskaliert im Kiez eine brutale und feige Anschlagsserie gegen engagierte Antifaschist*innen. Die AfD und ihre militanten Handlanger kämpfen an der gleichen ideologischen Front gegen die Vision eines solidarischen und antirassistischen Neuköllns. Über den Zusammenhang zwischen der Normalisierung rechter und rassistischer Angriffe und dem Agieren der AfD im Parlament diskutieren: Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus, Die Linke Neukölln, Registerstelle Neukölln, Interventionistische Linke Berlin

25.03. | 15.00 Uhr | Antifaschistische und antirassistische Demonstration: Jetzt erst recht! Offensiv gegen Nazigewalt und Rassismus – Solidarität mit den Angegriffenen! | U-Bhf. Rudow,
Anreisetreffpunkt: 14.30 Uhr | S/U-Bhf. Neukölln (Ausgang Saalestraße) Aufruf zur Demonstration

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder von diesen auszuschließen.