21. März 2020: Rechte Netzwerke zerschlagen!

Neukölln ist ein Hotspot von rechten Aktivitäten in Berlin. Zuletzt wurden im Dezember mehrere Läden nahe der Sonnenallee mit Nazisymbolen beschmiert und einem Nachbarschaftstreff die Fenster eingeworfen. Die Anschläge und Angriffe der letzten Jahre und Monate sind Ausdruck einer Kontinuität, die seit den 70er Jahren besteht.


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10 Punkte für antifaschistische Courage

Mindeststandards zum Umgang mit Militanz

Immer wieder kommt es im Nachgang von offensiven antifaschistischen Aktionen gegen Neonazis zu eiligen Distanzierungen durch sich als „antifaschistisch“ bezeichnende Ak­teur*innen. Ziel dieser Distanzierungen ist ein vermeintliches Ausweichen und Abwehren von gegen die Akteur*innen gerichteten Kampagnen und Shitstorms. Gleichzeitig herrscht die (wahrscheinlich nicht unberechtigte) Angst, dass staatliches Wohlwollen und Förde­rungen künftig ausbleiben könnten, wenn nicht vorauseilend Distanz oder sogar Abscheu proklamiert wird. Der Rechtsruck nimmt aber nicht durch Ducken ab – vielmehr ist jede Di­stanzierung ein Zeichen dieses Prozesses und unnötige Selbstbeschränkung im Kampf gegen Rechts. Sie tragen gerade nicht zur Legitimierung der Akteur*innen selbst bei, son­dern vertiefen eher das Misstrauen in deren Handlungsfähigkeit und beschädigen das Verhältnis zur eigenen Basis.
Es besteht in der Öffentlichkeit die Erwartungshaltung, dass jemand etwas gegen den Rechtsruck tun sollte, denn Neonazis findet niemand gut. Aber sobald sich die konkrete Frage „Wer und Wie?“ stellt, scheint vieles von den öffentlichen Stimmungsschwankungen abzuhängen. So werden einerseits Bundesverdienstkreuze an Klarsfeld und Bejerano ver­geben, andererseits erleben wir öffentliche Outings und Stigmatisierungen von Antifa­schist*innen, die den Aufrufen folge leisten und sich Neonazis aktiv widersetzen.
Deshalb fordern wir einen grundsätzlichen solidarischen Umgang im Kampf gegen Rechts – auch mit Menschen, die sich dabei exponieren und Betroffene staatlicher Repression werden. Dabei richten wir uns insbesondere an Akteur*innen wie Stiftungen, Bildungsträ­ger und sich als kritisch verstehende Medien. (weiterlesen…)

21.03.2019 – Diskussionsveranstaltung: „Danke, Antifa! Vom antifaschistischen Notwehrkonzept und staatlichen Gewaltmonopol“

Donnerstag, 21. März, 20.00 Uhr
k-fetisch (Wildenbruchstraße 86, Neukölln)

Obwohl die Statistiken eine deutliche Zunahme rechter Gewalttaten in den letzten Jahren belegen, herrscht immernoch die Überzeugung, rechte Scharfmacher*innen entschuldigen und rechte Übergriffe relativieren zu müssen. Trotz einer offensichtlichen Bedrohungslage, wie der Brandserie in Neukölln, wird rechte Gewalt ausgeblendet, verschleiert und verharmlost. Die partielle gesellschaftliche Sensibilisierung nach dem NSU-Komplex hinsichtlich der Verstrickung staatlicher Institutionen in den rechten Terror hat weder zu einem Umbau der Sicherheitsorgane noch zur politischen Einsicht geführt, die rechte Mitte und den rechten Rand verstärkt ins Visier zu nehmen.
Wer sich und andere vor Neonazigewalt schützen will, muss sich also nach wie vor mit Selbstschutz im weiteren Sinne beschäftigen. Doch die Auseinandersetzung mit Neonazis steht vermehrt aus Teilen der “Zivilgesellschaft” unter Beschuss. Selbst von AfD-Trollen und staatlichen Förderungen unter Druck gesetzt, wird sich bei jedem unglücklich stolpernden Nazi von einer lang erprobten und halbwegs erfolgreichen Praxis im Kampf gegen Neonazis distanziert. Als faden Ausweg ertönt gleichzeitig der Ruf nach den Sicherheitsbehörden…

Ein Diskussionsabend zu antifaschistischem Selbstschutz und zu strukturellen Hindernissen bei der Strafverfolung am Beispiel Neukölln.

Flyer für den Schillerkiez


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Zwei Wochen hintereinander: Naziübergriffe in Neukölln!

Bereits in der Nacht zum Samstag den 29.09. kam es an der Neuköllner U-Bahnstation Boddinstraße zu einer Ansammlung von bisher unbekannten 15-20 Nazis. Konfrontiert mit engagierten Antifaschist*innen aus dem umliegenden Kiez, kam es zu sofortigen Auseinandersetzung und Angriffen, die erfolgreich abgewehrt werden konnten. Gleichzeitig kam es zu Beschimpfungen als „Zecken“ und „Juden“ durch die Angreifer. Mit Eintreffen der Polizei verstreuten sich die Nazis in den umliegenden Straßen.
Am Freitag den 05.10. sammelte sich die gleiche Gruppe aus den ca. 18 bis 35 Jahre alten Männern erneut abends in der Nähe der beiden Linken Locations Syndikat und Lunte, offensichtlich auf der Suche nach weiteren Auseinandersetzungen. Erneut wurden sie von einer Vielzahl von Antifaschist*innen und Anwohner*innen vertrieben. (weiterlesen…)

14.-16. Juli: Offenes Neukölln

Neukölln ist offen, solidarisch und bunt!
Was ist Offenes Neukölln?

Vom Freitag, 14. Juli bis Sonntag, 16. Juli findet in ganz Neukölln das Festival „Offenes Neukölln“ statt. An diesem Wochenende erwartet euch ein buntes Programm aus rund 100 Veranstaltungen und Aktionen, vom Straßenfest bis zur politischen Diskussion, von Kunst-Performances bis zum interkulturellen Frühstück, vom postkolonialen Stadtrundgang bis zum Bolzplatzturnier. (weiterlesen…)

Neuköllner Erklärung gegen die AfD

Neuköllner Erklärung gegen die AfD

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) versucht, die politische Rechte in Deutschland neu zu erfinden. Gestartet als nationalkonservative Mittelstandspartei will sie rechte Positionen, wie man sie bislang von der NPD kannte, salonfähig machen. Mit ihrer Strategie des kalkulierten Tabubruchs rückt sich die AfD nicht nur geschickt ins mediale Rampenlicht, sondern verstärkt insgesamt ein gesellschaftliches Klima der Ausgrenzung.
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Absage an Andreas Wild

„Kiez und Kneipe“ hat die Veranstaltung mit dem AfDler am 16. Mai mit trotziger Geste abgesagt. „Bedroht“ wurden sie also? Als ob die Politik eines Andreas Wild keine ständige Bedrohung wäre. Aus der Position von „Kiez und Kneipe“ mag die rassistische Hetze der AfD easy wegzustecken sein, aber auch nur weil sie nicht betroffen sind. (weiterlesen…)

Kiez und Kneipe Neukölln und Schiller’s müssen Veranstaltung absagen!

Am Dienstag, den 16.5. möchte die Neuköllner Kiezzeitung „Kiez und Kneipe“ den Bundestags-Direktkandidaten der AfD-Nazipartei, Andreas Wild, zu einem „Gespräch“ in die Kneipe „Schiller’s“ im Schillerkiez einladen. Diese Veranstaltung ist für uns ein offener Angriff auf viele Neuköllner*innen. Wir fordern ihre umgehende Absage und wenden uns an alle Läden und Akteur*innen, die mit Kiez und Kneipe kooperieren. (weiterlesen…)

Erneute rechte Brandanschläge in Neukölln und Kreuzberg

In der Nacht vom 03.05.2017 haben Unbekannte Täter*innen erneut zwei Autos angezündet.

In Britz (Neukölln) brannte ein Wagen gegen 2 Uhr morgens komplett aus. Das Auto gehört einer Frau, die Mitglied in der SPD-nahen Organisation „Die Falken“ ist und sich gegen rechts engagiert.

Gegen 1:30 Uhr brannte in der kreuzberger Fichtestraße ein Van. Der Wagen hatte auf der Heckscheibe einen auffälligen Antifa-Sticker.

Die Angriffsserie von Neonazis scheint also nach bekanntem Muster weiter zu gehen. Die eigens für die Angriffe in Neukölln eingerichtete LKA-Sondereinheit „Resin“ ( Rechte Straftaten in Neukölln ) scheint bisher nicht sehr viel Erfolg bei der Ermittlung der Täter*innen zu haben.


Zum Nachlesen:

Artikel vom Tagesspiegel

Blogeintrag beim stoerungsmelder