Neonazis zünden Jugendzentrum an: Zeit etwas zu tun!
Antifaschistische Kundgebung | 03.12.11 | 12 Uhr | U-Bhf. Britz-Süd (U7)
Ausgerechnet am Morgen des 9. November 2011, dem 73. Jahrestag der Pogromnacht 1938, versuchten Neonazis zum zweiten Mal in diesem Jahr das Anton Schmaus-Haus am U-Bahnhof Britz Süd anzuzünden. Nur die Tatsache, dass Bauarbeiter_innen das Feuer frühzeitig entdeckten, hat Schlimmeres verhindert. Das Anton Schmaus-Haus muss trotzdem vorerst weiter geschlossen bleiben.
Das Jugendzentrum ist Neuköllner Neonazis schon seit längerem ein Dorn im Auge. Hier werden Ideen weitergegeben, die nicht in das völkisch-menschenverachtende Weltbild von Neonazis passen. Sie beschmierten das Anton Schmaus-Haus mehrmals mit Hakenkreuzen und anderen Symbolen und Sprüchen. Im Juni dieses Jahres versuchten sie zum ersten Mal das Haus anzuzünden.
Es ist nicht der erste Brandanschlag von Neuköllner Neonazis. Im Frühjahr 2008 warfen zwei von ihnen in der Nacht so genannte Molotow-Cocktails auf zwei Häuser in Rudow, in denen migrantische Familien wohnten. Weitere Neonazis aus Neukölln sind ebenfalls wegen Brandstiftung vorbestraft. Einer von ihnen versuchte bereits einen linken Jugendclub anzuzünden. Nicht erst seit den Ereignissen rund um die rassistische Mordserie einer Neonazi-Terrorzelle aus Thüringen ist klar: Widerstand gegen Neonazis ist notwendiger denn je. Eine Aufgabe, die einem niemand abnimmt. Mit einer Kundgebung wollen wir auf das auch in Neukölln häufig verschwiegene Problem mit Neonazis hinweisen. Genau dort wo sie ihre hässliche Fratze am 9. November 2011 gezeigt haben.
Antifaschistische Kundgebung:
Samstag, 03.12.11 | 12 Uhr | U-Bhf. Britz-Süd (U7)
Zum selberkopieren (Rechtsklick, speichern unter):
Flyer (PDF: A5/A6)
Plakat (PDF)
Die Pressemitteilung der „Falken“ zum Brandanschlag findet ihr hier.
Presseartikel im Überblick:
Berlin: Wieder Brandanschlag auf Falkenhaus
09.11.11 – Indymedia
Erneuter Brandanschlag auf das Anton-Schmaus-Haus Neukölln
09.11.11 – Berlin rechtsaußen
Wieder Brand am Falkenhaus
09.11.11 – TAZ
Vereinshaus der Sozialistischen Jugend angezündet
09.11.11 – MoPo
Erneuter Brandanschlag auf Jugendzentrum in Neukölln
09.11.11 – PNN
Brandstiftung an Jugendzentrum in Britz
09.11.11 – RP-Online
Brandanschlag auf „Falken“-Jugendhaus
09.11.11 – BZ
Anschlag auf linkes Hausprojekt in Berlin
09.11.11 – RBB
Brandstiftung an linkem Jugendzentrum in Britz
09.11.11 – Stadtmorgen
Schreckliches Déjà-vu
09.11.11 – vorwärts
Erneuter Brandanschlag auf Jugendzentrum in Neukölln
09.11.11 – Tagesspiegel
Brandanschlag auf Jugendclub in Neukölln
09.11.11 – Berliner Zeitung
Wenn es brennt in Deutschland
10.11.11 – SOZ
Erneut Brandanschlag auf Vereinshaus der Sozialistischen Jugend
10.11.11 – MoPo
Erneuter Brandanschlag auf das Anton-Schmaus Haus
10.11.11 – Autonome Neuköllner Antifa
Die Neuköllner Chronik rechter Aktivitäten wurde nun umfangreich überarbeitet und aktualisiert. Viele nachgemeldete Vorfälle aus den letzten Jahren wurden eingearbeitet und Vorkommnisse in der jüngsten Zeit mit aufgenommen. Zu finden ist sie nach wie vor auf der Seite der Neuköllner Antifa unter „Chronik“. Die Neuköllner Chronik dient dazu, neonazistisch, rassistisch oder sonst wie extrem rechts motivierte Aktivitäten der letzten Jahre, die in Neukölln oder unter Beteiligung Neuköllner Neonazis stattfanden, oder sonst wie im Bezug zu Neukölln stehen, zu dokumentieren.
Lokale Chroniken erwiesen sich in der Vergangenheit als wichtiges Instrumentarium antifaschistischer Arbeit. Initiativen, Journalist_innen, lokale Politiker_innen und alle anderen, die antifaschistisch tätig sind, können die Erkenntnisse auswerten, Analysen mit Fakten unterlegen und Gegenstrategien entwickeln. Kurz, die interessierte Öffentlichkeit kann sich ein realistisches Bild rechter Aktivitäten im Bezirk machen. Aber auch antifaschistische Aktivist_innen können auf Grundlage der
Erkenntnisse gezielt intervenieren, z.B., wenn sich räumliche oder strategische Schwerpunkte neonazistischer Aktivitäten ausmachen lassen.
Die Neuköllner Chronik wird ab nun wieder regelmäßig aktualisiert und durch Nachmeldungen ergänzt, erhebt aber natürlich trotzdem keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Quellen der Informationen sind andere antifaschistische Initiativen und Gruppen, Opferberatungsstellen, Medien, Polizeimeldungen und Anwohner_innen- und Augenzeug_innenberichte. Um sie so vollständig wie möglich zu führen, sind also alle gefragt: Bitte meldet eure Beobachtungen im Bezirk auf antifa-neukoelln.net unter Kontakt.
Andere Chroniken Berliner Bezirke:
Treptow-Köpenick
Friedrichshain-Kreuzberg
Lichtenberg (Hohenschönhausen)
Charlottenburg-Wilmersdorf
Großbezirk Pankow (Prenzlauer Berg, Weißensee)
Marzahn-Hellersdorf
+++UPDATE: NPD-Kundgebung abgesagt+++
Seit Montag bewarb die Neuköllner NPD für den morgigen Freitag eine Kundgebung auf dem Hertzbergplatz. Bereits einen Tag später verschwand die Ankündigung unkommentiert wieder. Wie nun bekannt wurde, hat die NPD ihre Anmeldung für die morgen ab 18.00 Uhr geplante Kundgebung zurückgezogen. Somit wird auch die angemeldete Gegenkundgebung nicht stattfinden!
Für den kommenden Freitag – 19. August 2011 – plant der Neuköllner Kreisverband der NPD eine Kundgebung ab 18:00 Uhr auf dem Hertzbergplatz (Sonnenallee Ecke Treptower Straße) in Berlin. Die Nazis wollen, wie sie selbst schreiben, keine „Londoner Verhältnisse“ und fordern „Sicherheit durch Recht und Ordnung“ gegen die von ihnen als „Multikulti-Randale“ bezeichneten Ausschreitungen in Großbritannien.
Die Kundgebung, die mitten im alternativen und migrantisch geprägten Nordneuköllner Kiez stattfinden soll, stellt eine reine Provokation dar. Sie ist nichts weiter als der wiederholte Versuch, alle vermeintlich „Nicht-Deutschen“ zu diskreditieren und als Gewaltverbrecher_innen darzustellen. Damit versucht die NPD, im Rahmen ihres Wahlkampfes, an ohnehin bestehende rassistische Denkmuster anzuknüpfen.
Wir werden es nicht hinnehmen, dass die Nazis ihr rassistisches, menschenverachtendes Weltbild in Neukölln propagieren. Der NPD und allen Rassist_innen entschieden entgegentreten!
Beteiligt euch zahlreich an den Protesten gegen die NPD!
Gegenkundgebung:
Freitag, 19.08.2011 | 17 Uhr | Sonnenallee Ecke Hertzbergstraße | Berlin
Aktuelles Infos: antifa-neukoelln.net | neukölln-gegen-nazis.de
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UPDATE: Für 18:30 Uhr hat die Berliner NPD eine Demonstration am U-Bahnhof Zwickauer Damm angekündigt. Es wird dazu aufgerufen sich den Nazis entschlossen entgegen zu stellen!
Infos:
Neuköllner Antifa | Indymedia: 1, 2
Solidarität mit den Betroffenen von Neonazigewalt!
Antifa-Demo am 15. Juli 2011.
In der Nacht vom 26. zum 27.Juni gab es abermals Anschläge auf linke Einrichtungen und alternative Wohnprojekte, die man zweifelsfrei der Berliner Neonaziszene zuordnen kann. Am härtesten traf es das Jugendzentrum „Anton-Schmaus Haus“ des Jugendverbandes „Die Falken“ in Britz-Süd, das nach dem Brandanschlag erst mal geschlossen bleiben muss. Eine Nacht zuvor übernachtete dort noch eine Kindergruppe, der neonazistische Brandanschlag hätte somit in einer Katastrophe enden können.
Im Rahmen ihrer rassistischen „Ausländer raus“-Kampagne haben Berliner Neonazis Mitte Mai bei einem Aufmarschversuch am Mehringdamm in Kreuzberg mehrere Menschen darunter auch Migrant_innen schwer verletzt.
Die im Internet vom „Nationalen Widerstand Berlin“ (NW-B) aufgelisteten potentiellen Anschlagsziele werden von den Neonazis seit Ende 2009 regelmäßig attackiert. Das betrifft hauptsächlich Neukölln und Kreuzberg. Denkbar das auch Neuköllner/Rudower Jungnazis darin verwickelt sind.
Wir erinnern an die Molotwcocktailanschläge 2008 auf Häuser in Rudow in denen Familien mit Migrationshintergrund leben. 2 Rudower Neonazis sind dafür vom Berliner Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Einer von ihnen ist Robert Hardege der seit seiner Haftentlassung auf Bewährung auch wieder regelmäßig auf NPD-Veranstaltungen präsent ist.
Die Berliner Neonaziszene ist gut überschaubar, eigentlich kennen wir sie alle und in diesem Sinne:
Die Antifaschistische Selbsthilfe organisieren – Nazis auf die Pelle rücken – fight back !!!
Artikel bei Indymedia: Aktivitäten Neuköllner Nazis am Wochenende

Seit Freitag wird auf der Internetseite des Berliner Landesverbandes eine Kundgebung des NPD-Kreisverbandes Neukölln auf dem Bat-Yam Platz in Berlin-Gropiusstadt beworben. Die Nazis wollen sich dort am Montag ab 18.00 Uhr versammeln, um gegen den nach eigener Aussage ab dem 1.Mai drohenden „Ansturm von Billigarbeitern“ zu demonstrieren. Hintergrund ist die an diesem Tag auslaufende Übergangsfrist für die Freizügigkeit von Arbeitskräften aus den osteuropäischen Mitgliedsländern der EU. Die Kundgebung ist ein neuerliches Versuch im beginnenden Wahlkampf zu den Abgeordnetenhauswahlen Aktivität zu simulieren, fiel der NPD-Kreisverband Neukölln wie auch der übrigen Landesverband doch im letzen Jahr eher durch sporadische Aktivitäten auf. Antifaschist_innen rufen zu Protest auf und haben vor Ort eine Gegenkundgebung angemeldet.
Die NPD will am Montag in Neukölln nach eigenem Bekunden ein Zeichen gegen die „sozialen Provokationen des rot-roten Senats“ und „der EU-Bürokratie“ setzen. In dem veröffentlichten Aufruf ist die NPD in klassisch neonazistischer Manier bemüht, soziale Probleme zu ethnisieren und rassistisch aufzuladen. Ängste vor Arbeitslosigkeit und sozialen Abstieg sollen mit vorhandenen rassistischen Stereotypen in der Bevölkerung verbunden und gegen die vermeintliche Bedrohung „aus dem Osten“ in Stellung gebracht werden. Garniert wird das Ganze von der in extrem rechten Kreisen üblichen populistischen Agitation gegen die unüberschaubar daher kommende „EU-Bürokratie“, die vermeintlich deutschen Interessen schaden würde.
Die für Montag angekündigte Kundgebung ist seit einiger Zeit das erste öffentliche wahrnehmbare Lebenszeichen des Neuköllner Kreisverbandes der NPD. Zuletzt wurden letztes Jahr im Mai und Juni zwei öffentlichen Saalveranstaltungen im Verantwortlichkeitsbereich des KV 9 durchgeführt bei dem Neuköllner NPD´ler organisatorische Aufgaben übernahmen. Am 8.Mai vergangenen Jahres versammelten sich (Indymedia) nur klägliche 20 Neonazis in einem Gebäude des Grünflächenamtes im Stadtteil Buckow, um sich den Vortrag des sächsischen NPD-Landtagsabgeordneten Andreas Storr anzuhören. Ihnen schlug dabei trotz kurzfristiger Mobilisierung beeindruckender Protest von etwa 130 Gegendemonstrant_innen aus autonomen Antifas und Zivilgesellschaft entgegen. Am 17.Juni (Indymedia) reisten dann etwa 70 Neonazis aus ganz Berlin und dem Umland wiederum am Buckower Damm an, um den Ausführungen des bundesweit bekannten NPD-Fraktionschef im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, zu lauschen. Abseits dieser eher bescheidenen Versuche eine „Veranstaltungsoffensive“ zu starten, beschränkten sich die Aktivitäten der Neuköllner NPD auf vereinzelte Infostände und Propagandaaktionen wie dem Verkleben von Aufklebern bzw. Plakaten und nächtlichen Steckaktionen.
Wesentlich aktionistischer, wenn auch bisher nahezu komplett wirkungslos, gebärdet sich unterdessen die Berliner Kameradschaftsszene rund um die Protagonist_innen hinter dem Internetportal „NW-Berlin“. Dort wurde im März eine Kampagne mit selbst für Neonazis außergewöhnlich plattem Titel „Ausländer raus“ ausgerufen. In Neukölln meinen die selbst ernannten „Autonomen Nationalisten“ offenbar eine geeignete Projektionsfläche für ihre völkischen, rassistischen und biologistischen Positionen gefunden zu haben. So lässt sich erklären, dass sich die Aktionen im Rahmen der Kampagne bisher nahezu ausschließlich auf den Bezirk konzentrierten. Ende März etwa versammelten sich c.a. 25 vermummte Neonazis am Buckower Damm. Sie posierten in martialischer Pose mit einem Transparent vor einem dort befindlichen Wohnhaus, warfen mit Pyrotechnik um sich und riefen rassistische Parolen. Die Aktion richtet sich gegen den dort wohnenden, als Nichtdeutschen ausgemachten, Neuköllner DVU-Politiker Sascha Kari. Auch ansonsten ist die Kampagne bisher weitgehend geprägt durch kopflosen Aktionismus wie Hakenkreuzschmierereien an einem interkulturellen Begegnungszentrum in Lichtenberg, der Bürger_innen eher verschrecken als mobilisieren dürfte. Auffällig ist dabei wieder ein Mal, die enge Verknüpfung der Berliner NPD mit der gewaltbereiten Kameradschaftsszene. So outete sich der stellvertretende Landesvorsitzende, Sebastian Schmidtke, in einem Interview (Zeit Online) selbst als Verantwortlicher für das Portal „NW-Berlin“ und fungierte in der Vergangenheit nicht nur als Redner und Anmelder für die Kameradschaftsszene, sondern auch als V.i.s.d.P für die unter diesem Label veröffentlichten Publikationen. Auch ansonsten gibt man sich bei der Berliner NPD wenig Mühe, die engen Verquickungen mit dem Kameradschaftsspektrum zu verschleiern, so ist es wenig überraschend, dass unter einem auf „NW-Berlin“ veröffentlichten Bericht zu einem Infostand der aktuellen Kampagne in Neukölln, dieser deutlich sichtbar mit einem NPD-Sonnenschirm bestückt ist.
Auch die von der NPD für Montag angekündigte Kundgebung lässt sich umstandslos in die aktuelle „Ausländer Raus“- Kampagne militanter „Autonomer Nationalisten“ einreihen. Der rassistische Tenor der Kundgebung zeichnet dabei bereits die Linie für den laufenden Wahlkampf der NPD zu den diesjährigen Abgeordnetenhauswahlen vor. Entschiedener antifaschistischer Protest ist jedoch bereits in diesem frühen Stadium dringend notwendig.
Beteiligt euch also zahlreich an der angemeldeten Gegenkundgebung:
18.04.2011 | 17.30 Uhr | Bat-Yam Platz
Berlin-Neukölln | Nahe U Liptschitzalle [U7]
Der NPD entgegentreten – Null Toleranz für Rassist_innen!!!
Aktuelle Infos:
www.antifa-neukoelln.net & www.neukölln-gegen-nazis.de
Kopierflyer zum selber basteln: PDF-Datei
]]>Weiterlesen unter www.linksunten.indymedia.org.
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]]>Danke an alle die den Langen Tag möglich gemacht haben und auch an alle die da waren.
Presseartikel
Mit Kaktus gegen Neonazis – Tagesspiegel, 11.11.2010
Kiez gegen Nazis – Neues Deutschland, 12.11.2010
Grüner Kaktus als Stachel – TAZ, 12.11.2010
Langer Tag gegen Nazis 2 – Fotoblog Streetart auf taz.de
- Morddrohungen bei zwei Privatpersonen (Neukölln + Kreuzberg)
- das Vereinsheim in der Friedelstraße zum wiederholten Male beschmiert
und die Schlösser verklebt (Neukölln)
- Jugendclub Blueberry, der einen „Kein Ort für Nazis“-Wimpel im
Schaukasten hatte, wurde beschmiert (Neukölln)
- Antifa-Infoladen „Red Stuff“ mit NS-Parolen beschmiert (Kreuzberg)
- ein Anwältinnenbüro wurde beschmiert und die Klingelanlage zerstört (Kreuzberg)
Umso mehr Grund für den Langen Tag gegen Nazis am 13.11.2010 mobil zu machen!
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