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Zeug_innenaufruf

Auf den folgenden Zeug_innenaufruf wollen wir euch hinweisen:

Am Samstag, den 24.11. beteiligten sich knapp 70 Neonazis an einer NPD-Demo gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Rudow. Die Aufmarsch konnte nach wenigen hundert Metern durch eine Sitzblockade gestoppt werden, die Neonazis musste umdrehen und lösten ihre Demo vorzeitig auf. Im Anschluss fuhren etwa 30 von ihnen aus Rudow zu einer weiteren rechten Kundgebung in Lichtenberg. Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Neukölln treffen sie um kurz vor 17 Uhr auf eine deutlich kleinere Gruppe von Linken, die sich auf dem Weg von den Gegenprotesten in Rudow zur Silvio-Meier Demo in Friedrichshain befindet. Die Neonazis gehen sofort zum Angriff über und stürmen auf die Antifaschist_innen zu. In der Gruppe befindet sich auch Sebastian Schmidtke, Landesvorsitzender der Berliner NPD und Anmelder sowohl der Demonstration in Rudow als auch der Kundgebung in Lichtenberg. Er gilt zudem als einer der Verantwortlichen hinter dem neonazistischen Internetportal „NW-Berlin“, auf der Homepage werden in einer Feindesliste politische Gegner_innen, Journalist_innen, Politiker_innen zum Teil mit Foto aufgelistet und bedroht.

Schmidtke beteiligt sich am 24.11. aktiv an dem Angriff, er schlägt mit einem Regenschirm auf die Linken ein und drückt einen von ihnen am Hals auf den Boden.

Wir bitten nun Betroffene und Zeug_innen ihre Beobachtungen der Situation in Gedächtnisprotokollen niederzuschreiben. Bitte sendet diese möglichst verschlüsselt an uns (PGP-Key) oder den Berliner Ermittlungsausschuss (PGP-Key) mit dem Stichwort „S-Bahnhof Neukölln“ (Übergabe an den EA kann auch auf dem Postweg oder persönlich während der Sprechstunden erfolgen)

Kein Raum für Rassist_innen!

Rund 600 Menschen beteiligten sich an den Proteste gegen den Aufmarsch von rund 70 Nazis. Der Aufmarsch konnte erfolgreich gestoppt werden. Mehr dazu und die passenden Bilder findet ihr bei Indymedia.

Eine Übersichtskarte zum ausdrucken findet ihr hier. Für den Tag gibt es einen Ticker via Twitter. Auch der EA ist an dem Tag unter der Nummer 030/6922222 erreichbar. --> Mehr Infos hier.

Seit einigen Tagen mobilisiert die Berliner NPD für den 24.11.12 zu einer Demonstration durch den südlichen Neuköllner Ortsteil Rudow. Die Demo richtet sich gegen eine geplante provisorische Unterkunft für Flüchtlinge, die für zwei Jahre in Containern auf einer Brachfläche in der August-Fröhlich Straße/Kanalstraße untergebracht werden sollen. Die NPD versucht sich nun offenbar an die Spitze des völkischen Zuges zu setzen und fabuliert im Internet über „Lärm, Müll und Kriminalität“ und gibt sich besorgt um Rudows „dörflichen Charakter“. Bereits am 7.November führten etwa 20 Neonazis der NPD und des „Nationalen Widerstand Berlin“ eine Kundgebung mit dem gleichen rassistischen Tenor durch, um eine zeitgleich stattfindende Filmveranstaltung mit anschließender Diskussion über die Unterbringung von Flüchtlingen in Rudow zu stören und die Teilnehmer_innen einzuschüchtern.

Fällt die Berliner NPD sonst durch organisatorische Unzulänglichkeiten, verpatzte Kundgebungen und ihre weitgehende Personalunion mit dem gewalttätigen Neonazi-Netzwerk „NW-Berlin“ auf, muss befürchtet werden, dass die Hetze gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft teilweise auf fruchtbaren Boden fällt. Rassistische Ressentiments sind in der Bevölkerung weit verbreitet und werden so auch zur strategischen Manövriermasse für die Politik bürgerlicher Parteien. So kamen am 9.Oktober auf Einladung von mehreren CDU-Abgeordneten mehr als 150 Menschen in einer Rudower Gaststätte zu einer „Bürgerversammlung“ zusammen. Die Stimmung war derartig durch aggressive Ablehnung geprägt, dass die anwesenden Neonazis, die trotz Hinweis geduldet wurden, sich nicht ein Mal selbst zu Wort melden mussten. Was sich die Neonazis vorstellen, wenn sie den „dörflichen deutschen Charakter“ verteidigen, hatte sich in der Nacht zuvor in dem an Rudow angrenzenden Waßmannsdorf gezeigt. Vermummte warfen an der dortigen Flüchtlingsunterkunft mehrere Scheiben ein, versuchten gewaltsam in das Gebäude einzudringen und hinterließen neben gesprühten Drohungen auch die Signatur „NW-Berlin“.

Vor diesem Hintergrund ist die Solidarität von Antifaschist_innen notwendig. Solidarität mit Menschen, die es auf ihrer Flucht in die militärisch abgeschottete „Festung Europa“ geschafft haben, die hier tagtäglich rassistischen Anfeindungen ausgesetzt sind und vom institutionellen Rassismus in häufig menschenunwürdigen Unterkünften und mit Sondergesetzen gegängelt werden. Solidarität mit den von ihnen initiierten Kämpfen für bessere Lebensbedingungen, wie sie gerade z.B. in Berlin am Oranienplatz und Pariser Platz geführt werden. Am 24.11. ist praktische antirassistische Solidarität auf der Straße gefordert.

Kein Raum für Rassist_innen! Solidarität mit den Flüchtlingen & ihren Kämpfen! Naziaufmarsch in Rudow blockieren!

24.11.12 I 12.00 Uhr I U-Bahnhof Rudow
Infos: antifa-neukoelln.net I zeitzuhandeln.antifa.cc I neukölln-gegen-nazis.de

…und danach zur Silvio-Meier Demo: U-Bhf Samariter Straße I silvio-meier.tk

Eine Flyer zu selberkopieren findet ihr hier. Einen ausführlichen Artikel mit weiteren Informationen findet ihr hier.

Aktuelle Infos zum Aufmarsch der Nazis und dem Gegenprotest bekommt ihr bei einem Infoabend am 22.11.12 ab 20 Uhr in der Tristeza.

Antifaschistischer Infoflyer für Neukölln erschienen

Auf folgenden Artikel wollten wir euch aufmerksam machen:

[B-Nk] 2. Antifa-Infoflyer erschienen

Mehr als tausend Exemplare der zweiten Ausgabe des „Berlin Info –Spezial Neukölln“ sind bereits verteilt worden oder in den Briefkästen im Süden Neuköllns gelandet. Weitere Verteilungen werden folgen. Thematisch deckt der Infoflyer eine breite Palette von Themen ab: Von der rassistischen Hetze des Neuköllner Bezirksbürgermeisters, rechte Umtriebe unter den Anhänger_innen des lokalen Fußballvereins TSV Rudow und den Verbindung von Neuköllner Neonazis und dem berlinweiten Netzwerk „NW-Berlin“ über den Mord an Burak B. im April diesen Jahres bis hin zum Versagen der Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit der neonazistischen Mordserie des NSU. Abgerundet wird das Ganze einem ausführlichen Linktteil und einem Einblick in die Chronik rechter Gewalt in Neukölln.

Den kompletten Artikel findet ihr bei Indymedia.

Antifaschistisches Konzert in Südneukölln

Solidarität mit den vom neonazistischen Terror Betroffenen!

Brandanschläge, zersprengte Briefkästen, eingeworfene Scheiben – von Angriffen wie diesen waren in den letzten Wochen Menschen betroffen, die sich gegen die rechte Präsenz und Propaganda in Neukölln und Treptow-Köpenick zur Wehr setzen: So auch Mitte August als zwei antifaschistisch engagierte Politiker der Parteien »Die Linke« und der SPD-Jugendorganisation »Jusos« angegriffen wurden. Während in der Presse der Täterkreis als »eine Clique junger Neonazis aus Johannisthal und Rudow« (Tagesspiegel vom 22.08.2012) eingegrenzt wird und antifaschistische Gruppen Verantwortliche beim Namen nennen, hat die Polizei keine Ermittlungserfolge vorzuweisen. Letzteres gilt bis heute auch für den Mord an dem 22 jährigen Burak B. am 05./06. April 2012 in Buckow.

Die Bereitschaft Anschläge auf Personen und Projekte zu verüben, die in ihrer Ideologie keinen Platz haben, ist bei den Neuköllner Neonazis stark ausgeprägt und wurde nicht nur in der jüngsten Vergangenheit mehrfach in die Tat umgesetzt. Dabei sind die Neuköllner Neonazis gut mit anderen Nazistrukturen vernetzt. So unterhalten sie nicht nur Kontakte zur gewaltbereiten Naziszene in Teltow/Fläming und Zossen, sondern sind auch eng an das neonazistische Netzwerk »Nationaler Widerstand Berlin« angebunden. Auf dessen Internetportal werden Bilder und Adressen von Personen und Lokalitäten, die die Nazis als politische Gegner_innen betrachten, veröffentlicht und zum »praktischen Vorgehen« aufgefordert. Darunter befanden sich etliche Personen und Objekte, die nun das Ziel der genannten Naziangriffe wurden.

Antifaschistisches Konzert: 8.9.2012 | 16 Uhr | U-Bahnhof Rudow

mit:
Alice Dee
Kaveh
Spoke und Lady kay
Disco
Sia

Keine »Homezone« für Nazis! Für eine antifaschistische Gegenkultur!
Weitere Informationen unter: zeitzuhandeln.antifa.cc

Veranstaltungsreihe zum Tag der Befreiung Neuköllns vom 12. bis 28. April 2012

Vom 12. bis 28. April 2012 finden in Berlin-Neukölln verschiedene Veranstaltung im Vorfeld des Tag der Befreiung Neuköllns vom Nationalsozialismus statt. U. a. wird es am Tag selber, am 28. April, eine antifaschistische Streetparade durch Neukölln geben. Des weiteren sind noch zwei Vorträge und eine Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln geplant. Die kommenden Termine hier noch mal in der Übersicht.

» Infoveranstaltung: „Das vergessene KZ Columbia-Haus“
17. April 2012 // 19:00h // Laidak

» Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln
22. April 2012 // 15:00h // Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm

» Infoveranstaltung: „Frauen im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945“
24. April 2012 // 19:00h // Tristeza

» Antifaschistische Streetparade
28. April 2012 // 17:30h // Hermannstraße Ecke Rollbergstraße, Nähe U-Bhf. Boddinstraße

Mehr Infos gibt es unter befreiungneukoelln.blogsport.de

Erfolgreiche Demo im Süden von Neukölln

Es war ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und rassistische Gewalt, dass etwa 900 Antifaschist_innen am Freitagabend im als Schwerpunkt der Neonaziszene geltenden Süden Neuköllns setzten. Die Demonstration, die vom U-Bahnhof Lipschitzallee zum U-Bahnhof Rudow zog, stand unter dem Motto „Zeit zu Handeln! Keine „ Homezone“ für Nazis und Rassist_innen!“. Die Teilnehmer_innen ließen sich dabei von einer zeitgleich stattfindenden Neonazidemo nicht aus dem Takt bringen und setzten eigene Akzente. Knapp fünfzig Nazis mussten mit ihrer Demonstration in den Tempelhofer Ortsteil Marienfelde ausweichen. Auch dort wurden sie von massiven Protesten begleitet und konnten ihren Aufmarsch am Ende nicht wie geplant durchführen. Unterdessen sind weitere antifaschistische Aktionen in Südneukölln bereits in Planung. […weiterlesen]

Bilder vom Tag gibt es bei flickr: 1, 2, 3, 4.

Diskussionsveranstaltung: „Kein Platz für Neonazis in Neukölln“

Seit August 2009 kommt es in Neukölln immer wieder zu Anschlägen auf alternative Einrichtungen und Drohungen gegen antifaschistisch Engagierte. Zwei Mal verübten mutmaßliche Neonazis im letzen Jahr Brandanschläge auf die Kinder-und Jugendeinrichtung „Anton-Schmaus Haus“ der „Falken“ im Stadtteil Britz. Das Haus wurde dabei so schwer beschädigt, dass es noch immer nicht wiedereröffnet werden konnte. In keinem der Fälle konnte die Polizei bisher Täter_innen ermitteln. Gemeinsam haben die betroffenen Einrichtungen und Privatpersonen, dass ihre Anschriften und/oder Namen zuvor, teilweise mit Fotos, auf den Internetseiten des auch in Neukölln aktiven Neonazinetzwerkes „Nationaler Widerstand Berlin“ in so genannten Anti-Antifa Listen veröffentlicht worden waren. Die Nennung wird dabei verbunden mit der Aufforderung diese anzugreifen. Obwohl antifaschistische Initiativen und zivilgesellschaftliche Institutionen seit geraumer Zeit die Verantwortlichen hinter diesen Interportalen öffentlichen benennen und die Abschaltung der Seiten fordern, sind die mit Gewaltaufrufen versehenden Listen noch immer im Internet zu finden. Viele Betroffene rechter Gewalt fühlen sich indes von Polizei und Behörden allein gelassen. Bei der Veranstaltung soll ein Blick auf die Aktivitäten des „Nationalen Widerstands“ in Neukölln und den gesellschaftlichen Umgang damit geworfen und mögliche Handlungsperspektiven diskutiert werden.

Es sprechen:
Mirjam Blumenthal (SJD- Die Falken Neukölln)
Frank Metzger (Apabiz e.V.- Antifaschistisches Pressearchiv- und Bildungszentrum)
Helga Seyb (ReachOut –Opferberatung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus)
Vertreter_in der MBR (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin)

Außerdem wird ein_e Vertreter_in der Kampagne „Neukölln gegen Nazis“ über eine geplante Demonstration gegen Neonazistrukturen in Neukölln informieren, die am 13.04. in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes starten wird.

04. April 2012 | 19:00 Uhr | Gemeinschaftshaus Gropiusstadt (Bat-Yam Platz 1 I U-Bhf Lipschitzallee)

Eine Veranstaltung von „Neukölln gegen Nazis“ unterstützt von: Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), Falken Neukölln und Jusos Neukölln

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Antifaschistische Demonstration am 13. April 2012 in Südneukölln

Den Aufruf zur Demonstration findet ihr hier. Aktuelle Infos gibt es hier.

Ein lesenswerter Überblicksartikel zur Demo ist bei Indymedia erschienen. Von einem schlechten Start in den Frühling für die Neuköllner Neonaziszene berichtet ein weiterer Artikel.

Im Vorfeld der Demonstration laden wir zu einem Infoabend in die B-Lage am 29. März 2012 unter dem Titel „Kein Kiez für Nazis – Rechte Strukturen in Neukölln offenlegen!“ und zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Kein Platz für Neonazis in Neukölln“ in das Gemeinschaftshaus Gropiusstadt am 04. April 2012 ein.

Infoveranstaltung: Kein Kiez für Nazis

Rechte Strukturen in Neukölln offenlegen! Infoabend am 29. März

In den letzten 2 Jahren kam es in Neukölln und anderen Bezirken Berlins immer wieder zu massiven Angriffen von Neonazis auf alternative und linke Einrichtungen. Auch Einschüchterungsversuche gegen politische Gegner_innen und ein militanter Habitus gehören zum festen Bestandteil ihrer Aktivitäten. Vorläufiger Höhepunkt waren zwei Brandanschläge im vergangenen Jahr auf das Jugendzentrum Anton-Schmaus Haus in Britz.
Gerade der Süden Neuköllns gilt als einer der Schwerpunkte organisierter Neonazis in Berlin. Die Verknüpfung zwischen rechten Fußballfans, Freien Kameradschaften, ‘Autonomen Nationalisten’ und der rechtsradikalen Partei NPD sind dabei häufig fließend.
Das Bündnis ‘Neukölln gegen Nazis’ möchte über die Aktivitäten und Strukturen der Nazis aufklären und zeigen, dass es in dem als multikulturell geltenden Bezirk rechtes Gedankengut gibt.
Außerdem soll im Rahmen der Veranstaltung über die antifaschistische Kampange ‘Zeit zu Handeln’ informiert werden. So wird es weitere Veranstaltungen, sowie eine Demonstration am 13.04.2012 / 17.30 Uhr ab U-Bhf. Lipschitzallee geben.

Nach der Veranstaltung gibt es kalte Getränke in gewohnt entspannter B-Lage Atmosphäre. Dazu Auflegerei mit feinstem Elektropop von den Katzenjammerkids.

29.03.2012 / 19.30 Uhr – B-Lage
(Mareschstraße 1 / 12055 Berlin/Neukölln)

Demo gegen Antiziganismus und Rassismus am 3. März 2012 in Berlin-Neukölln

Auf folgende Veranstaltung wollten wir euch hinweisen:

Willkommen in Neukölln! Willkommen zu Hause!

Vor kurzem wurden in Berlin Neukölln und Treptow Flugblätter der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland verteilt, die zugewanderte Roma aus Rumänien und Bulgarien als „Ausbeuter des Sozialstaates“ darstellen. Diskriminierung dieser Art schürt genau den Hass, vor dem Roma aus ihren Heimatländern geflohen sind. Dort sind sie mit Ausgrenzung, Diskriminierung und dem faktischen Ausschluss aus Bildungs-, Versorgungs- und Gesundheitssystemen konfrontiert. Aus diesen Gründen sind in den letzten Jahren vermehrt Roma aus Südosteuropa nach Berlin migriert. Dabei nutzen sie ihr Recht auf Freizügigkeit, dass allen EU-Bürger_innen zusteht. In Berlin wollen sie sich eine gesicherte Existenz aufbauen, auch im ihren Kindern ein besseres Leben bieten zu können, als in den Heimatländern.

Die pauschale Ablehnung von Roma hat eine lange Geschichte und zieht bis heute in vielen Fällen Verfolgungen und Ausschluss aus der Gesellschaft nach sich – nicht nur in Rumänien oder Bulgarien, sondern auch in Deutschland. Für viele Roma gehören offene Anfeindungen zum Alltag. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Übergriffen auf Roma. Rechtspopulistische Parteien wie Pro Deutschland knüpfen nahtlos an dieses Gedankengut an und betreiben Hetze auf Kosten von Roma. Dies schürt genau den Hass, vor dem die Menschen aus ihren Heimatländern geflohen sind.Wir grenzen uns von stereotypen Zuweisungen ab und wünschen uns eine Stadt, in der wir solidarisch miteinander leben.

Gebt rechtem Gedankengut keine Chance!
Widersprecht Roma-feindlichen Äußerungen und Handlungen!
Für eine Stadt, in der sich alle zu Hause fühlen können.
Für eine Stadt ohne Rassismus und ohne Antiziganismus

Demo gegen Antiziganismus und Rassismus
3.März – 15:00 Uhr – Rathaus Neukölln